10. Mit unserer jetzigen Vorgehensweise können wir die Daten für die Veröffentlichung der Kapitalflussrechnung auch ermitteln. Warum sollten wir jetzt die Methodik wechseln?

Bei der indirekten Methode zur Erstellung der Kapitalflussrechnung (Statement of Cash Flows) werden die Daten derivativ aus der GuV sowie der Bilanz mit nicht unerheblichem Aufwand gewonnen. Der Informationsgehalt einer Kapitalflussrechnung nach der klassischen, indirekten Methode wird dabei aus den Buchhaltungsdaten retrospektiv abgeleitet und ist erst mit zeitlichem Verzug nach dem Periodenabschluss bzw. Jahresabschlusses verfügbar. Einerseits ist die Analyse und Interpretation der Informationen wegen der Ableitung aus den Buchhaltungsdaten begrenzt und andererseits ist der Zeitpunkt der Erstellung für steuernde Massnahmen bereits zu spät.
Die Daten zur Erstellung der Kapitalflussrechnung nach der direkten Methode lassen sich aus der Buchhaltung bzw. den Salden der Konten nicht unmittelbar ableiten. Deshalb werden die Daten der Liquiditätsrechnung, die zeitnah Auskunft über die Mittelherkunft und die Mittelverwendung geben, hier nach einem speziellen Algorithmus ermittelt und als separate Datenbestände geführt. Damit sind die Voraussetzungen für die Erstellung der Kapitalflussrechnung nach der direkten Methode auch für den Bereich der operativen Geschäftstätigkeiten geschaffen.