3. Liquiditätsrechnung – was genau kann man darunter verstehen und wie funktioniert sie?

Aufgrund der vom Unternehmen festzulegenden Liquiditätspositionen, besteht eine einheitliche Datenstruktur für alle Konzerngesellschaften – unabhängig vom jeweiligen Kontenplan. Des Weiteren liegt der Anwendung ein Konzept bzw. ein Algorithmus zugrunde, vergleichbar mit der Erstellung einer Buchung in der Buchhaltung. Dieser Algorithmus zerlegt jeden Geschäftsvorfall in die, für die Liquiditätsrechnung relevanten Elemente und erstellt daraus sowohl Einzelsätze als auch Summensätze, die technisch mit dem entsprechenden Pendant in der Buchhaltung verglichen werden können. Dieses Konzept bzw. dieser Algorithmus ist nicht SAP-spezifisch und kann auch in jedem anderen ERP-System installiert werden.

6. Wie unterscheidet sich die Liquiditätsrechnung und Liquiditätsplanung vom SAP®-Liquidity-Planner? Warum ein zusätzliches Produkt installieren?

Der SAP®-Liquidity-Planner versucht über die Bewegungen der Bank- und Kassenkonten sowie etlichen Customizing-Einstellungen, aus den Buchhaltungsdaten die notwendigen Informationen retrograd für die Kapitalflussrechnung zu gewinnen. Manuelle Eingriffe und Ergänzungen sind unabdingbar. Die Buchhaltungsdaten sind aber nicht die geeignete Basis für eine zeitnahe Liquiditätsrechnung bzw. für die Kapitalflussrechnung nach der direkten Methode. Insbesondere dann nicht, wenn es gilt, die Frage nach der Mittelherkunft bzw. Mittelverwendung exakt und vollständig zu beantworten. Diese Nachteile treten noch deutlicher bei der Liquiditätsplanung zutage.